
Kronen Zeitung
STEIRER TABELLENFÜHRER
Nächste Pleite! Rapid stolpert auch bei Sturm Graz
Auch am zweiten Spieltag nach der Tabellentrennung setzte es für den SK Rapid eine Niederlage. Wie bereits eine Woche zuvor gegen Salzburg mussten sich die Hütteldorfer am Freitag auch Sturm Graz 0:2 geschlagen geben. William Boving (18.) und Leon Grgic (90.) trafen für den amtierenden Meister.
Sturm Graz hat die Tabellenspitze in der Fußball-Bundesliga für zumindest zwei Tage zurückerobert. Der Meister bezwang Rapid am Freitagabend in der Grazer Merkur Arena mit 2:0 (1:0) und setzte sich wieder vor die Austria auf Platz eins. William Böving (18.) und Leon Grgic (90.) erzielten vor 15.746 Zuschauern die Tore im Schlager. Rapid kassierte die zweite Niederlage in der Meistergruppe, im Frühjahr war es bereits die fünfte in nun acht Runden. Die Wiener bleiben Fünfter.
Für das Team von Robert Klauß geht es munter weiter. Am Donnerstag wartet im Viertelfinale der Conference League das Hinspiel beim schwedischen Vertreter Djurgarden, ehe in der Meistergruppe das große Wiener Derby gegen die Austria in Wien-Hütteldorf ansteht. Sturm hat in der nächsten Runde ein Auswärtsspiel bei Red Bull Salzburg vor den Augen.
Im bisherigen Saisonvergleich hat Rapid mit einem 1:0-Heimsieg und dem 1:1 in Graz die Nase vorne gehabt. Sturm baute gegen die wankenden Wiener auf die Heimstärke. Auf sieben ungeschlagene Partien in der Liga durften die „Blackys“ zurückblicken. Die Serie sollte sich fortsetzen. Jürgen Säumel schickte Seedy Jatta im Angriff aufs Feld, Dimitri Lavalee kehrte nach einer Sperre in die Startelf zurück. Bei Rapid nahm Moritz Oswald links den Platz von Jonas Auer ein, außerdem setzte Klauß auf einen Zweier-Angriff mit Ercan Kara und Dion Beljo.
Flotte Partie mit Grazer Führung
Den Zuschauern bot sich von Beginn an eine flotte Partie, in der Sturm die Initiative übernehmen wollte. Drei Eckbälle der Grazer nach nicht einmal acht Minuten, der Meister hatte mehr Spielanteile und kam immer wieder gefährlich in die letzte Zone. Rapid versuchte sich in Gegenstößen. Mamadou Sangare klärte gegen Malick Yalcouyé zunächst noch riskant wie auch sehenswert im Strafraum, ehe Böving die Grazer belohnte. Der Däne nahm Tempo auf, konnte von Cvetkovic und Oswald nicht entscheidend gestört werden und traf via Flachschuss zu seinem achten Saisontor.
Sturm verlagerte sich danach darauf, die Kontrolle zu bewahren. Rapid kam bis zur Pause zu keinem einzigen gefährlichen Schuss in Richtung Kjell Scherpen. Auch ein aussichtsreicher Freistoß in der letzten Minute der ersten Halbzeit fand nicht den Weg aufs Gehäuse.
Rapid lässt Chancen im Finish aus
Sturms Fans machten zu Beginn der zweiten 45 Minuten mit einer Pyro-Einlage auf sich aufmerksam. Die erste zündende Idee auf dem Rasen hatte aber Rapid. Matthias Seidl brachte ein langes Zuspiel noch zur Mitte, Beljo agierte aber zu zögerlich (53.). Auf der Gegenseite zischte ein Schuss von Otar Kiteishvili am Tor vorbei (56.). Für Jatta war nach einer knappen Stunde Schluss. Der Norweger musste aufgrund einer Knöchelverletzung vom Feld, Grgic kam ins Spiel.
Klauß reagierte mit einem Dreifachwechsel und brachte dabei auch den verletzt geholten Winterzugang Romeo Amane erstmals in der Liga zum Einsatz. Die taktischen Umstellungen fruchteten vorerst nicht. Erst mit der Brechstange im Finish wankte Sturms Torsperre gehörig. Jonas Auer bezwang zwar Scherpen, Gregory Wüthrich klärte für seinen geschlagenen Keeper aber per Kopf auf der Linie (86.), dann verfehlte Bendeguz Bolla das Kreuzeck (88.). Sturm schaffte aber noch vor der mehrminütigen Nachspielzeit die Vorentscheidung. Grgic war nach einem Eckball per Kopf erfolgreich.
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